Ich stell mich auch mal vor

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Moderator: Pinky

Ich stell mich auch mal vor

Postby dennis » Wed Apr 13, 2011 2:04 pm

Hallo alle miteinander,
ich stelle mich mal vor. Mein Name ist Dennis, ich bin 32 Jahre alt, habe eine 1jährige Tochter und komme aus Baden-Württemberg.
Zu meiner Geschichte: Bei mir wurde ein Hirnstammkavernom im Oktober 2010 diagnostiziert. Grund dafür war ein Taubheitsgefühl im rechten Arm und Hand. Da ich Linkshänder bin, war das für mich nicht so schlimm. Mein Hausarzt meinte aber, dass ich das mal von einem Neurologen begutachten solle. Also, ab zum Neurologen. Der hat mich dann weiter zum MRT geschickt. So kam das Kavernom ans Tageslicht. Nun war die Diagnose da und ich wusste nich wirklich was damit anzufangen. Also hab ich das Internet befragt. Dort fand ich einige Informationen, wonach so ein Kavernom nicht mit einem Tumor bzw. Karzinom zu verwechseln ist. Da war schon ein wenig Beruhigung da. Ich bin dann auch in verschiedenen Foren auf die Namen Bertalanffy, Sure und Nimsky gestossen. Da hab ich mich mit meiner Frau auf die Reise erst nach Essen, dann nach Marburg gemacht. Zürich liesen wir aus. Die Krankenkasse hatte sich quer gestellt. In Essen hat uns Prof. Sure sehr gut und ausführlich beraten und uns auf die möglichen Komplikationen hingewiesen. Wir fühlten uns sofort wohl. Auch das ganze Team von der Krankenschwester bis hin zum Oberarzt waren uns auf anhieb sympatisch. In Marburg wurde uns gesagt, dass wir erst auch einmal abwarten können, um in 3 Monaten eine neue Aufnahme vom Kavernom zu machen. Für mich war das natürlich eine gute Alternative zur OP. Allerdings hatte ich in den nächsten Wochen immer wieder komische Einbildungen, sei es vom Hören oder der Taubheit. So wollt ich nicht weitermachen, deshalb rief ich in Essen an und vereinbarte einen Termin für die OP. Anfang Januar diesen Jahres wars es dann soweit. Ich wurde genaustens auf die OP vorbereitet. Am Tag der OP war ich sehr ruhig und hatte ein gutes Gefühl.
Dieses Gefühl sollte mich nicht trüben, da ich nach einem Tag auf der Intensiv in das Aufwachzimmer gebracht wurde. Am Anfang des aufwachens war alles noch ein wenig verschwommen und ich reagierte sehr langsam. Dies wurde aber an den nächsten Tage besser. Ich durfte nach 3 Tagen auf die Normalstation. Ich hatte noch Doppelbilder und Kopfschmerzen. Mit dem Laufen war es auch nicht gerade gut bestellt, aber ich war optimistisch, dass das wird. So war es auch, dank dem Training und der Motivation durch die Krankenschwestern bzw. Physiotherapeuten konnte ich nach 2 Wochen nach der OP das Krankenhaus verlassen. Mein Bruder war so nett, mich und meine Familie aus Essen abzuholen um uns nach Hause zu bringen. Meine Frau und mein kleines Töchterchen waren in den 2 Wochen jeden Tag da und haben mich besucht. Ich kann euch sagen, dass motiviert ungemein. Die zwei wohnten solange bei Freunden, die in der Nähe von Essen wohnen. Die Autofahrt nach Hause habe ich ohne irgendwelche Schmerzen überstanden.
Ich war dann erstmal für ein paar Tage daheim. Ich genoss jede Minute mit meiner Tochter und meiner Frau.
Dann gings in die Reha nach Heidelberg. Dort war ich für 3 Wochen. Man, da hab ich wirklich Fortschritte gemacht, das war wirklich toll. Mittlerweile gehts mir ganz gut, ich habe noch Taubheitsgefühle in der rechten Körperhälte. Ich werd ab Mai wieder in meinen alten Beruf zurückkehren und dort stundenweise probieren, obs geht.
Ich wünsche allen, die eine OP vor sich haben, alles Gute und viel Kraft.
Ansonsten freue ich mich über jede Antwort und wünsche alles Gute
Gruß
Dennis
dennis
 
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Joined: Wed Apr 13, 2011 1:24 pm

Re: Ich stell mich auch mal vor

Postby sommersprosse » Thu Apr 14, 2011 7:52 pm

Hallo Dennis,

schön dass Du auch hier her gefunden hast.

Liebe Grüße
Sandra :)
sommersprosse
 
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Joined: Sun Nov 14, 2010 11:22 pm


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